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Klimawoche JKU 2020

Unter dem Motto Die Verantwortung aller Wissenschaftsdisziplinen für eine bessere Klimazukunft veranstalten wir in Vorbereitung des Globalen Klimastreiks am Freitag den 25.9.2020 eine informative Woche zum Thema Klimakrise und Nachhaltigkeit.

Die Beiträge werden wieder in unserem Youtube Channel live gestreamt. Einzelne Links folgen noch.

Übersicht

FLYER zum Herunterladen

Weiter unten gibt es mehr Informationen und die Kurzzusammenfassungen der Vorträge. Bitte beachtet, dass wir Corona bedingt bei beiden Präsenzveranstaltungen am Donnerstag die Teilnehmerzahl begrenzen müssen. Wir bitte mit hier um Anmeldung. Der Livestream findet natürlich normal statt.

Wann Wo Was Notizen
21.09.20, 18Uhr Online Link

Podiumsdiskussion - Klimazukunft weiter denken: Was kann und soll die JKU? mit Univ.-Prof.in Elke Schüßler (Institut für Organisation, JKU), Univ.-Prof. Wilhelm Bergthaler (Institut für Umweltrecht, JKU), Mag.a Maria Buchmayr (Stabstelle für Nachhaltigkeit, JKU), Norbert Rainer (Regionalstellenleiter, Stellv. GF Klimabündnis Österreich ) und Dr. Martin Hoffmann (Scientists For Future Oberösterreich).

22.09.20, 18Uhr Online Youtube Link

Bakk.techn. Mag. Dr. Dominik Wiedenhofer - “Klimakrise, Konsum und das tägliche Leben”, Institut für Soziale Ökologie (SEC), Universität für Bodenkultur Wien.

19Uhr Online Link

Mag. Dr. Claudia Kettner-Marx – “CO2-Steuern als Teil einer öko-sozialen Steuerreform: Internationale Erfahrungen und Schlussfolgerungen für Österreich”, WIFO – Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung, Wien.

23.09.20, 18Uhr Online Youtube Link

Das Thema Klimakrise & Nachhaltigkeit in der Literatur, Thomas Aiginger liest aus seinem Buch "Ausnahmezustand", Moderation und thematische Übersicht von Prof. Dr. Ulrike Stamm, Institut für Sekundarstufenpädagogik, Pädagogische Hochschule Oberösterreich, Linz. Bekanntgabe der GewinnerInnen von unserem Gewinnspiel (siehe unten).

24.09.20, 18Uhr Online Youtube Link

Assoc. Univ.-Prof. Wolfgang Schöfberger - “CO2 im Wandel - vom Klimakiller zur neuen Ressource?”, Schoefberger Lab, Institut für Organische Chemie, JKU Linz.
Hinweis: Der Link ist nicht die Originalaufnahme, da es technische Probleme bei der Aufnahme gab. Wir hatten den Vortrag aber später noch einmal aufgenommen und stellen ihn hier auch zur Verfügung.

19Uhr Online Youtube Link

Dr. Robert Köppe - “Erbauliches gegen die Klimaerwärmung – die Rolle der Bauindustrie im Kohlenstoffkreislauf”, Abteilung Physik weicher Materie (SoMaP), Institut für Experimentalphysik, JKU Linz.

25.09.20, 14 Uhr Hauptplatz, Linz

Globaler Klimastreik Hier geht es zum Termin von Fridays for Future. Treffpunkt S4F: Altes Rathaus (Hauptplatz). Auf weiße T-Shirts mit Logo achten. MNS nicht vergessen!

Unterstützung

Die Klimawoche wäre für uns als Scientists for Future alleine gar nicht zu realisieren. Daher bedanken wir uns für die finanzielle und tatkräftige Unterstützung von Rauch Furnace Technology, dem Klimabündnis Oberösterreich und dem Veranstaltungsmanagement bzw. der Universitätskommunikation der Johannes Kepler Universität.

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Lesung

Buch-Cover: Copyright Braumüller GmbH Moderation:
Prof. Dr. Ulrike Stamm, Institut für Sekundarstufenpädagogik, Pädagogische Hochschule Oberösterreich, Linz.

Der Moment ist gekommen. Der Moment, der sich in das kollektive Gedächtnis brennen wird wie 9/11, der Fall der Mauer, die Landung am Mond. Nie werden sie vergessen, was sie gerade getan haben, als die hysterische Nachrichtenflut des 13. Juni über sie hereingebrochen ist. Ausgerechnet ein Fax soll den Lauf der Menschheit ändern. Das Fax kommt aus dem Weltall und seine rätselhaften Absender kennen die Zukunft. Sie manipulieren Aktienkurse von Ölkonzernen und prophezeien der Menschheit ihren Untergang. Der Kampf gegen die Klimakatastrophe wird über Nacht zum existenziellen Thema. Der Roman folgt fünf Menschen durch einen Sommer im Ausnahmezustand, in dem nichts so ist, wie es scheint.

Copyright Nadine Studeny Thomas Aiginger wurde 1979 in Wien geboren, wo er auch heute lebt und schreibt. Seit einem Studium der Wirtschaftsinformatik in Wien und New York führt er ein Doppelleben. Seine linke Hälfte leitet Menschen und Projekte in internationalen Softwareunternehmen. Seine rechte erfindet Geschichten. Bislang veröffentlichte Thomas Aiginger mehrere Erzählungen sowie den Roman “Kaspar – Die Welt, aus der die Wolken kamen” (2014).

Link zum Buch beim Verlag Braumüller GmbH.

Buch Gewinnspiel

Außerdem gibt es in der Klimawoche für alle die auf unseren Social Media Seiten und Kooperationen bei dem entsprechenden Gewinnspiel Beitrag bis zum 23.9.2020 12 Uhr (CEST) einen Kommentar hinterlassen ein Exemplar von “Ausnahmezustand” zu gewinnen (insgesamt werden drei Bücher zufällig verlost). Schreibt uns doch was ihr euch für die Zukunft für das Klima vorstellt. Diese Klimavisionen sammeln wir und verwenden die Besten in einer unserer nächsten Aktionen.

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Wir gratulieren den drei glücklichen GewinnerInnen.

Hier finden sich die Teilnahmebedingungen.

Vorträge

Möglichkeiten & Grenzen individueller Beiträge zur Abmilderung der Klimakrise

Bakk.techn. Mag. Dr. Dominik Wiedenhofer, Institut für Soziale Ökologie (SEC), Universität für Bodenkultur Wien.

Wissenschaftlicher Record und Website

Dr. Wiederhofer ist Mitautor einer Studie darüber wie “man privat zur Treibhausgas-Einsparung beitragen kann”, welcher in der Fachzeitschrift “Environmental Research Letters” im August diesen Jahres veröffentlicht wurde [1]. Wer den Artikel nicht lesen möchte, kann sich auch den ausgezeichneten Beitrag darüber im Standard lesen.

Zusammenfassung:
Der menschengemachte Klimawandel ist in aller Munde. Etwa 1°C durchschnittliche globale Erwärmung sind bereits erreicht und global, sowie auch in Österreich, zeigen sich bereits die ersten problematischen Folgen. Nur durch ein Zusammenspiel von individuellen Beiträgen und ambitionierter Klima- und Nachhaltigkeitspolitik wird es möglich sein, aus der Klimakrise keine Klimakatastrophe werden zu lassen.

Wie groß sind nun aber die Potentiale individueller Veränderungen in Konsum und Alltag? Welche Alltagshandlungen und Konsum-Entscheidungen sind wirklich wichtig fürs Klima? Dazu berichtet Dominik Wiedenhofer, Wissenschaftler an der Universität für Bodenkultur, Wien, aus seinen aktuellen Forschungen zum Treibhausgas-Fußabdruck des täglichen Lebens, sowie der Einsparungs-Potentiale und auch Grenzen individueller Veränderungen in Konsum und Alltagspraktiken in den Bereichen Mobilität, Wohnen und Ernährung.

Insgesamt zeigt sich, dass die Potentiale individueller Veränderungen sehr hoch sind, gleichzeitig aber eine ambitionierte Klimapolitik unerlässlich ist, um ein klimafreundliches und gutes Leben für alle zu etablieren. Während individueller Konsum & Alltagshandlungen relativ direkt mit Emissionen verbunden sind, ist es mittelfristig mindestens genauso wichtig, individuelle Möglichkeiten über den Konsum hinaus wahr zu nehmen: politische Entscheidungen auf lokaler bis nationaler Ebene hinterfragen, bspw bei Wahlen, medial, …), Klimawandel thematisieren und (mit)diskutieren, und die gesellschaftlichen Normen zu Konsum, Arbeit, Wohlstand und Fortschritt zu hinterfragen und klima-fit zu gestalten.

Referenzen:
[1] Diana Ivanova et al 2020 Environ. Res. Lett. 15, 093001, Link.
[2] Barbara Smetschka et al 2019 Ecological Economics 164, 106357, Link.
[3] Dominik Wiedenhofer et al 2018 Current Opinion in Environmental Sustainability 7, 30, Link.

CO2-Steuern als Teil einer öko-sozialen Steuerreform: Internationale Erfahrungen und Schlussfolgerungen für Österreich

Mag. Dr. Claudia Kettner-Marx, WIFO – Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung, Wien.

Claudia Kettner-Marx ist Ökonomin (Senior Economist) und seit 2008 im Forschungsbereich “, Umwelt, Landwirtschaft und Energie” des WIFO tätig.

Forschungsthemen

CO2 im Wandel - vom Klimakiller zur neuen Ressource?

Assoc. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schöfberger, Schoefberger Lab, Institut für Organische Chemie, JKU Linz.

Für Präsenzveranstaltung hier anmelden oder den Livestream einschalten.

Weltweit sucht die Chemie nach praktischen Lösungen, um die Konzentration atmosphärischen Kohlendioxids (CO2) zu verringern. Der Ansatz: Das Gas soll als Ressource und nicht als Abfall verwendet werden. Allerdings ist die Nutzung von CO2 als Rohstoff und seine Umwandlung in nützliche Chemikalien oder Kraftstoffe aufgrund der molekularen Stabilität der Verbindung äußerst schwierig – bekannt als Aktivierungsproblem. Diese Stabilität stellt große Herausforderungen an Versuche zur Aktivierung oder Reaktivierung von CO2.

Das “Schoefberger Lab” am Institut für Organische Chemie der Johannes Kepler Universität hat neue Katalysatoren entwickelt, die CO2 effizient zu Alkohole oder organischen Säuren umwandeln können. Die wissenschaftlichen Arbeiten dazu wurden im Rahmen zweier Projekte, finanziert vom Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF (FWF-P28167-N34 und FWF-P32045-NB), durchgeführt und sind in den Fachjournalen Nature Communications und Angewandte Chemie publiziert worden. Die so erhaltenen Produkte können unter Verwendung bereits bestehender Technologien in eine Reihe nützlicher Chemikalien umgewandelt werden, wodurch ein effizienter Weg zur Nutzung von CO2 offensteht. Statt in die Atmosphäre zu gelangen, kann das umgewandelte CO2 also in der Industrie weitergenutzt werden.

In diesem Vortrag erfahren Sie von Prof. Wolfgang Schöfberger wie man CO2 chemisch aktivieren und zu brauchbare Chemikalien umsetzen kann.

Referenzen:
https://www.nature.com/articles/s41467-019-11868-5
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/anie.202000601

Erbauliches gegen die Klimaerwärmung – die Rolle der Bauindustrie im Kohlenstoffkreislauf

Dr. Robert Köppe, Abteilung Physik weicher Materie (SoMaP), Institut für Experimentalphysik, JKU Linz.

Für Präsenzveranstaltung hier anmelden oder den Livestream einschalten.

Abstract:
Langsam rückt neben den drei Sektoren Energie, Verkehr und Industrie ein vierter wichtiger menschlicher Einfluss auf das Klimageschehen in den Fokus: Bauaktivitäten, vor allem der klassische Hochbau mit Stahlbeton. Zement und Stahl werden in gigantischen Mengen produziert, was durch chemische Reaktionen und hohen Energieverbrauch bei ihrer Herstellung massive Mengen an CO2 freisetzt. Demgegenüber stehen traditionellere Baumaterialien wie Holz, Stroh oder Lehm, die eine deutlich bessere und mitunter sogar positive Kohlenstoffbilanz aufweisen. Durch neuartige Entwicklungen bekommt die Bauindustrie so die Möglichkeit, vom großen Klimasünder zum Klimaretter zu avancieren. Einige dieser Entwicklungen werden in diesem Vortrag vorgestellt als Denkanstöße hin zu einer klima- und menschenfreundlicheren Art des Bauens.